Der Brand im Schlotheimer Gewerbegebiet, bei dem eine Lagerhalle in der Nacht zum Dienstag komplett ausgebrannt ist, verursachte Millionenschaden. Die Kripo ermittelt. Personen wurden nicht verletzt, jedoch wurde eine moderne Photovoltaik- Anlage zerstört. Der Einsatz bei starkem Frost stellte Feuerwehr und Material vor Probleme.
Schlotheim. Kurz vor 21 Uhr wurden die Einsatzkräfte informiert. Über 60 Feuerwehrleute aus Schlotheim, Obermehler, Hohenbergen, Ebeleben, später auch aus Hüpstedt und Mühlhausen waren im Einsatz. Komplett in Flammen stand die 80 mal 40 Meter große, mit Strohballen gefüllte Lagerhalle in der Hessisch- Lichtenauer- Straße da schon. Wichtigste Aufgabe zunächst: Ein Übergreifen auf umliegende Hallen verhindern, in denen Brennmaterial gelagert ist. Das gelang auch. Allerdings breitete sich das Feuer aufgrund der großen Mengen Stroh rasch aus. Zudem verlor die Stahlbauhalle an Stabilität, stürzte teilweise ein und gefährdete die Kameraden, schilderte der Einsatzleiter, Kreisbrandinspektor Lutz Rösener.
Ein Feuer in einer Lagerhalle in Schlotheim im Unstrut-Hainich-Kreis hat am Abend einen Millionenschaden verursacht. Die Polizei schätzt den Schaden derzeit auf 2,5 Millionen Euro. In der landwirtschaftlichen Halle war Stroh gelagert. Auf dem Dach war zudem eine Solaranlage installiert, die ebenfalls vollständig niederbrannte. Verletzt wurde niemand. Was das Feuer auslöste, wird derzeit ermittelt. Foto: Daniel Volkmann
Ein weiteres Problem: Die Wasservorräte in dem abgelegenen Gewerbegebiet waren bald erschöpft. Deshalb wurden per Schlauch Leitungen aus dem Ortszentrum sowie von einem Stausee in der Nähe gelegt. "Doch bei dem Frost vereist jeder Tropfen Wasser sofort", erläuterte Rösener. Zusätzlich wurden Tanklöschfahrzeuge zur Brandbekämpfung eingesetzt. Minus 19 Grad Celsius war es in dieser Nacht kalt eine enorme Belastung für die Feuerwehrmänner, die bis in den Morgen und darüber hinaus im Einsatz waren und sind, weil das Feuer nur kontrolliert abgebrannt werden kann, das Stroh weiter glimmt. Das werde auch noch einige Tage dauern, erklärte der Einsatzleiter. Ein Schichtdienst wurde eingerichtet. Der Schaden beläuft sich laut Polizei auf über 2,5 Millionen Euro, insbesondere, da eine auf dem Dach installierte, relativ neue Photovoltaik- Anlage zerstört wurde. Völlig unklar ist die Brandursache. Die Kripo ermittelt in alle Richtungen, schließt laut Auskunft eines Sprechers sowohl eine technische Ursache, als auch Brandstiftung nicht aus. Erschwert wurde die Arbeit für die Spezialisten vor Ort, da anhaltend akute Einsturzgefahr bestand. Gut überstanden haben indes die Feuerwehrleute den Einsatz, wurden in der frostigen Nacht vom ansässigen Bäcker, Fleischer, der Tankstelle und von Anwohnern mit heißen Getränken und Essen versorgt.